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Optische Inline-Inspektion · Rohre & Leitungen

Das ganze Rohr gesehen.
Vom ersten bis zum letzten Meter.

Wir befahren Rohre und Leitungen optisch, bis 2.000 m am Stück — dort, wo klassische Kanalkameras längst aufgeben. Vor dem Kabeleinzug als lückenloser 360°-Nachweis über die ganze Innenfläche. Nach einer auffälligen Druckprüfung als gezielte Ursachensuche, bei der wir die auffällige Stelle anfahren, statt die Trasse aufzugraben.

Referenz HGÜ-Erdkabeltrasse
Bis 2.000 m am Stück
Befund metergenau verortet
Zwei Anlässe

Zwei Fragen, für die wir ins Rohr fahren.

Der eine Auftrag ist geplant, der andere kommt, wenn etwas nicht stimmt. Für beide haben wir das passende System — und beide haben wir auf derselben Trasse gefahren.

Nachweis

Ist die Leitung in Ordnung?

Vor dem Kabeleinzug, vor der Inbetriebnahme, für die Abnahme.

ARGUS fährt die komplette Länge ab und nimmt die Innenwand in 360° auf. Sie bekommen die gesamte Innenfläche als entrolltes Band, in dem jede Schweißnaht und jede Auffälligkeit metergenau auffindbar bleibt.

Lückenloser Sicht-Nachweis über die ganze Trasse
So sieht das Ergebnis aus
Diagnose

Warum hält die Leitung den Druck nicht?

Nach einer auffälligen Druck- oder Dichtheitsprüfung.

Die Windenkamera fährt zentriert durch die Leitung, das Bild kommt live an die Oberfläche. Auffällige Stellen fahren wir gezielt an und schwenken darauf, bis der Befund eindeutig ist: eine nicht vollständig gesteckte Steckmuffe, stehendes Wasser, eingeschwemmtes Material.

Lokalisierter Befund statt Aufgrabung auf Verdacht
So läuft die Ursachensuche
Das Problem

Lange Rohre kann man von innen nicht sehen.
Bisher endete die Suche am Spaten.

Ob vor dem Kabeleinzug, vor der Inbetriebnahme oder bei der Zustandsbewertung — sobald ein Rohr lang und eng ist, endet die Sichtprüfung. Kalibermolch und Druckprüfung sagen, ob der Querschnitt passt. Sie zeigen nicht, was und wo ein Problem sitzt.

01

Blind vor dem teuersten Schritt

Kabeleinzug, Inbetriebnahme, Trägerstrang-Einzug: Jeder dieser Schritte ist teuer und schwer rückgängig zu machen. Ohne optische Prüfung passiert er ins Ungewisse.

02

Die Prüfung sagt nur „undicht“

Zeigt die Druck- oder Dichtheitsprüfung einen Abfall, steht der Befund fest, die Ursache nicht. Ohne Blick ins Rohr bleibt nur, den Abschnitt einzugrenzen und auf Verdacht aufzugraben.

03

Crawler enden zu früh

Schiebekameras enden im unteren dreistelligen Meterbereich, Fahrwagen mit Kabeltrommel je nach Modell einige hundert Meter. Kilometerlange Trassen lassen sich so weder am Stück dokumentieren noch vollständig absuchen.

Aufgraben auf Verdacht ist teurer
als einmal hineinzuschauen.

Eine nachträgliche Aufgrabung, ein verkeiltes Kabel, eine undichte Verbindung nach der Inbetriebnahme: Der Blick ins Rohr kostet einen Bruchteil davon — vorher als Nachweis, hinterher als Diagnose.

Das Ergebnis · was Sie bekommen

Vom Rohr zum
entrollten Streifen.

So entsteht der Nachweis: Vier synchron laufende Kameras auf ARGUS decken mit je rund 140° Bildwinkel überlappend die volle Rohrwand ab. Unsere Software fügt die Einzelbilder zu einem durchgehenden, aufgefalteten Band zusammen — die gesamte Innenwand auf einen Blick, vor- und zurückspulbar, metergenau referenziert.

Roh · 4 Kameras Ergebnis · entrolltes 360°-Band
↔ Slider ziehen — links die Rohaufnahmen, rechts das fertige Dossier-Bild.

Ein entscheidungsreifes Dossier, keine Datenflut.

Vier Kameras erzeugen viel Material. Davon bekommen Sie nichts Ungeschnittenes: Wir verarbeiten die Aufnahmen zu einer einzigen, entrollten Fläche, die Sie ansehen, vermessen und prüfen können — ein Ergebnis, das eine Entscheidung trägt, statt Stunden ungeschnittenem Rohvideo. Die Originaldaten bekommen Sie auf Wunsch selbstverständlich dazu.

Rohdaten
  • Vier ungeschnittene Kameradateien
  • Gigabyte-weise Material
  • Die Auswertung bleibt ungeordnet
ROHRBLICK-Dossier
  • Eine entrollte 360°-Fläche
  • Metergenaues Positions-Tagging
  • Prüffähig und reproduzierbar übergeben
Ablauf

Von der Befahrung zum Dossier.

SCHRITT 01

Befahrung

ARGUS wird mit der Seilwinde durch das Rohr gezogen, bis 2.000 m in einem Durchgang. Für die Ursachensuche läuft stattdessen die Windenkamera mit Live-Bild.

SCHRITT 02

Aufnahme

Die Kameras filmen durchgehend, LED-beleuchtet. Die Position kommt vom Weggeber: an der Kabelwinde fest verbaut, beim Seilzug mit ARGUS als externer Encoder eingehängt. Wo die Schweißnähte im Rohr gekennzeichnet sind, dienen sie als zusätzlicher Kontrollpunkt.

SCHRITT 03

Stitching

Bei einer ARGUS-Befahrung wird jeder Frame entzerrt und geometrisch zu einem durchgehenden, entrollten Band zusammengerechnet.

SCHRITT 04

Übergabe

Sie erhalten die Aufnahmen als prüf- und teilbare Dokumentation, jede Auffälligkeit mit Positionsangabe — zur Weitergabe an Bauleitung und Auftraggeber.

Zweiter Anlass · Ursachensuche

Die Prüfung sagt Ihnen, dass etwas nicht dicht ist.
Sie sagt Ihnen nicht, wo.

Eine auffällige Druck- oder Dichtheitsprüfung liefert eine Zahl. Sie liefert keine Position und keine Ursache. Bleibt es beim Befund „undicht“, steht die Bauleitung vor der Frage, an welcher der rund hundert Steckmuffen sie den Bagger ansetzt. Genau diese Lücke schließen wir, mit einem Blick von innen, bevor der erste Meter geöffnet wird.

  1. 01

    Einmal zentriert durch.

    Der Kamerakopf mit 73 mm Durchmesser wird an der Winde durch die gesamte Leitung gezogen. Das Bild läuft live an der Oberfläche mit, auffällige Abschnitte werden im selben Moment markiert.

  2. 02

    Dann gezielt anschwenken.

    Die markierten Stellen fahren wir erneut an. Der Kopf ist voll dreh- und schwenkbar, Frontal- und Seitenkamera suchen die Steckmuffe ab, bis der Befund eindeutig benannt ist.

  3. 03

    Befund mit Meterangabe.

    Sie bekommen die Liste der Stellen, an denen sich das Öffnen lohnt — und die Abschnitte, an denen es sich erübrigt. Weil das Bild live anliegt, kann Ihre Bauleitung noch vor Ort entscheiden, statt auf einen Bericht zu warten.

Was wir sehen — und was nicht.

Zuverlässig sichtbar
  • Spitzende nicht bis zur Einstecktiefenmarkierung eingesteckt
  • Spalt, Versatz oder Abwinkelung an der Steckmuffe
  • Ablagerungen und eingedrungenes Bodenmaterial an der Rohrsohle
  • Fremdkörper, Riefen, Deformation
  • Zustand jeder Schweißnaht
  • die Rohrwand unter klarem Wasser — die Kamera arbeitet auch getaucht
Nicht sichtbar
  • eine Undichtigkeit ohne Spur an der Innenwand
  • ein Haarriss ohne Wassereintritt
  • alles hinter trübem Wasser oder aufgewühltem Sediment
  • Wandstärke und Materialkennwerte

Die Grenze ist die Sicht, nicht die Nässe: Wasser im Rohr stört uns nicht, solange es klar ist. Wir dokumentieren, was das Bild hergibt, und halten fest, welche Abschnitte beurteilbar waren und welche nicht. Wir ersetzen keine Druckprüfung, wir erklären ihr Ergebnis. Bleibt nach der Befahrung kein sichtbarer Befund, sagen wir das — und empfehlen ein ergänzendes Verfahren.

Prüfung auffällig und die Trasse steht? Schildern Sie uns den Abschnitt. Wir sagen Ihnen im ersten Gespräch, ob eine Befahrung Ihre Frage beantwortet — und sind in der Regel innerhalb weniger Werktage vor Ort.

Referenzprojekt · HGÜ-Erdkabeltrasse, Norddeutschland

Eine Trasse,
zwei Aufträge.

Auf einer Trassenbaustelle eines HGÜ-Erdkabelprojekts haben wir beide Seiten unserer Arbeit gefahren: den geplanten Nachweis an acht Stahl-Schutzrohren und die Ursachensuche an zwei PP-Rohrleitungen mit auffälliger Dichtheitsprüfung. HEXBEE war als Nachunternehmer eines ausführenden Unternehmens der Rohrleitungs- und Abwassertechnik beauftragt.

Projekttyp
HGÜ-Erdkabeltrasse, Übertragungsnetzebene
Rolle
Nachunternehmer eines ausführenden Unternehmens
Region · Jahr
Norddeutschland · 2026
Leistung
Optische Inneninspektion und Ursachensuche

Auftraggeber und Projekt auf Anfrage und nach dessen Freigabe benennbar.

Inspektionssystem im Inneren eines Schutzrohres, von der eigenen LED-Beleuchtung ausgeleuchtet, am Zugseil geführt
Auftrag 1 · Nachweis ARGUS

Acht Stahl-Schutzrohre, alle 12 m eine Rundschweißnaht.

Gefordert war der optische Nachweis über die gesamte Länge. Wir haben acht Schutzrohre zwischen 900 und 1.300 m mit ARGUS befahren und die Innenwand als entrolltes 360°-Band übergeben, mit besonderem Blick auf die Schweißnähte alle zwölf Meter.

8
Schutzrohre befahren
900–1.300
Meter Länge je Rohr
alle 12 m
Rundschweißnaht dokumentiert
48 h
Lieferzeit je Dossier
Auftrag 2 · Diagnose Windenkamera

Zwei PP-Rohrleitungen mit auffälliger Dichtheitsprüfung.

Kunststoff-Schutzrohre werden im offenen Graben in Zwölf-Meter-Stücken verlegt und gesteckt; in den Bohrungen sind die Stücke stumpf verschweißt. Bei zwei Leitungen war die Dichtheitsprüfung auffällig, die Ursache unbekannt. Wir sind mit der Windenkamera zentriert durchgefahren und haben jede auffällige Steckmuffe gezielt angeschwenkt. Dokumentiert wurden unter anderem Steckmuffen mit deutlichem Spalt zwischen den Rohrenden, stehendes Wasser und eingeschwemmtes Sediment — jeweils verortet, ohne eine einzige Aufgrabung.

2
Leitungen untersucht
alle 12 m
Steckmuffe einzeln beurteilt
Live
Befund direkt vor Ort bewertet
0
Aufgrabungen auf Verdacht
Die Technologie · ARGUS

Gebaut für lange Trassen,
enge Rohre, harte Auflagen.

ARGUS läuft auf zwei zentrierenden Schlitten, dazwischen vier Kameras im 90°-Versatz, LED-Beleuchtung und Belüftung gegen Beschlag. Eigenentwickelt und auf den jeweiligen Rohrdurchmesser angepasst. Für sehr lange Strecken und schlanke Querschnitte ergänzt ein Windenkamera-System mit Live-Übertragung die Flotte.

2.000m
Max. Länge in einem Durchgang
ab DN 100
Rohrdurchmesser — Windenkamera ab DN 100, ARGUS ab DN 200
4 × 140°
Kameras, 90° versetzt — überlappend zur vollen Innenwand
0,17mm
pro Pixel an der Innenwand, bezogen auf DN 250
~1km/h
30 cm/s · 1.300 m in ~72 Minuten
Live
Bildübertragung während der Befahrung (Windensystem)

Die Position kommt vom Weggeber: an der Kabelwinde fest verbaut, beim reinen Seilzug mit ARGUS als externer Encoder eingehängt. Gemessen wird zentimetergenau, angegeben konservativ auf den Meter. Sind die Schweißnähte im Rohr gekennzeichnet, nutzen wir sie als zusätzlichen Kontrollpunkt.

Optische Prüfung (kein Wandstärken-Messverfahren) Leitung außer Betrieb und drucklos Stehendes Wasser oder Ablagerungen schließen eine Befahrung nicht aus — den Umfang stimmen wir vorab ab Zugang an den Rohrenden — Machbarkeit stimmen wir vorab ab
Inspektions-Pig ARGUS in voller Länge neben dem Rohrende: Aluminiumkörper auf zwei zentrierenden Schlitten mit Laufrollen, Kameraöffnungen und Zugseil
Der Überblick

ARGUS — Inspektions-Pig

Vier Kameras mit je rund 140° Bildwinkel, um 90° versetzt auf zwei zentrierenden Schlitten. Die Bildfelder überlappen, daraus entsteht die vollständige 360°-Abdeckung. Nimmt die komplette Innenwand in einem Durchgang auf und liefert sie als entrolltes 360°-Band — das ist das System hinter dem Nachweis-Dossier. Loggt Lage und Drehung, erweiterbar um weitere Sensorik. Eigenentwicklung, ab DN 200.

Kamerakopf des Windensystems in der Zentriervorrichtung, Nahaufnahme mit ringförmiger LED-Beleuchtung und Schutzglas
Der gezielte Blick

Windenkamera mit Live-Bild

Kamerakopf mit 73 mm Durchmesser an 2.000 m Kabel: eine Kamera nach vorn, eine um 90° zur Seite, voll schwenk- und drehbar. Das Bild kommt live an die Oberfläche. Damit fahren wir eine auffällige Stelle gezielt an, schwenken auf die Steckmuffe und bewerten den Befund direkt vor Ort. Ergebnis sind die Fahrtaufnahmen samt Schwenkbildern je Fundstelle, kein entrolltes Band. Ab DN 100.

Einordnung

Wo ROHRBLICK steht — und wo die anderen Verfahren stärker sind.

ROHRBLICK ersetzt weder Kalibrierung noch Druckprüfung und misst keine Wandstärke. Der Beitrag ist ein anderer: durchgehende optische Sicht über Strecken, die für Schiebekamera und Fahrwagen zu lang und zum Begehen zu eng sind.

KriteriumKalibrierung (Festkaliber)CCTV-CrawlerBegehung ROHRBLICK
Reichweite am Stück volle Trasseeinige hundert Meternur begehbar bis 2.000 m
Optische Sicht keineja, punktuellja 360° lückenlos
Min. Durchmesser auch kleine Nennweitenab ~800 mm ab DN 100 (Winde) · ab DN 200 (ARGUS)
Schaden lokalisierbar nur „klemmt“punktuellja metergenau
Ergebnis Go/No-GoVideoclipProtokoll prüffähiges Dossier
Anwendungsfelder

Zwei Systeme. Überall dort, wo lange Rohre von innen beurteilt werden müssen.

Für Netzbetreiber, Tiefbau- und HDD-Spezialisten, Versorger und Industrie. Immer dann, wenn eine Leitung zu lang und zu eng ist, um sie zu begehen — als Nachweis vor dem Einzug oder als Ursachensuche danach.

Strom · Netzbetreiber & Tiefbau Referenz

Kabelschutzrohre auf HGÜ-Trassen

Stahl wie Kunststoff, Einzugslängen von 900–1.300 m. Vorher Schweißnähte, Riefen vom Zugseil und Sauberkeit dokumentieren. Hinterher die Steckmuffen kontrollieren, wenn die Dichtheitsprüfung auffällig war.

Diagnose · nach auffälliger Prüfung Referenz

Ursachensuche an Steckmuffen und Nähten

Die Dichtheitsprüfung ist auffällig, die Trasse liegt bereits im Boden. Wir befahren die Leitung mit Live-Bild und schwenken jede auffällige Steckmuffe gezielt an, bis der Befund benannt und verortet ist.

Querungen · HDD & grabenloser Bau

Schutz- und Mantelrohre bei Querungen

Horizontalspülbohrung unter Fluss, Straße oder Bahn. Dort sind die Rohrstücke vorab stumpf verschweißt und als Strang eingezogen. Nach dem Einzug verifizieren, dass der Strang unbeschädigt und frei ist, samt der Nähte, an die niemand mehr herankommt.

Verfahren übertragbar, noch nicht referenziert
Gas · Wasser · Industrie

Pre-Commissioning Neubauleitungen

Vor der Inbetriebnahme Innenfläche und Schweißnähte über die ganze Länge dokumentieren, ohne Aufgrabung und prüffähig für die Abnahme.

Verfahren übertragbar, noch nicht referenziert

Ausblick: Wasserstoff-Kernnetz

Beim H2-Hochlauf zählt die Innenflächen-Qualität (Kerben, Absätze, Nahtbild) stärker als bei Erdgas. ROHRBLICK liefert dafür die visuelle Innenflächen-Dokumentation bei Neubau und Umstellung — die werkstoffliche H2-Eignung bleibt Sache der Sachverständigen.

9.040 km
genehmigtes H2-Kernnetz, rund 60 % aus Bestand (BNetzA, Okt. 2024)
Belegbare Kompetenz

Eigenentwickeltes Verfahren —
mit Nachweis statt Versprechen.

Prüffähige Dokumentation

Ergebnisse zur direkten Weitergabe an Auftraggeber und Bauleitung — referenziert und nachvollziehbar.

DSGVO & Vertraulichkeit

Verarbeitung und Speicherung in Deutschland, AV-Vertrag und NDA auf Anforderung. Keine Weitergabe an Dritte.

10 Mio. € Haftpflicht

Voll versichertes Arbeiten auf Infrastruktur-Großbaustellen.

Erfassung und Auswertung im Haus

Gerät, Befahrung, Stitching und Auswertung aus einer Hand — anpassbar an Durchmesser und Aufgabe.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber
vor der Beauftragung fragen.

Trassen bis 2.000 m am Stück, in Stahl wie in Kunststoff (PP, PE). Das Windenkamera-System arbeitet ab DN 100, der Inspektions-Pig ARGUS ab DN 200. Welches System zum Einsatz kommt, richtet sich nach Durchmesser, Länge und Ziel der Befahrung. Längere Trassen werden in Abschnitten an den vorhandenen Zugangspunkten befahren.

Das ist einer unserer beiden Standardfälle. Wir fahren die Leitung mit der Windenkamera ab, das Bild kommt live an die Oberfläche. Auffällige Stellen fahren wir gezielt an und schwenken darauf. Optisch erkennbare Ursachen wie eine nicht vollständig gesteckte Muffe, ein Spalt zwischen den Rohrenden, Wassereintritt, Fremdkörper oder eingeschwemmtes Material lassen sich so metergenau verorten — ohne die Trasse aufzugraben. Genau so sind wir zuletzt an zwei PP-Rohrleitungen einer Erdkabeltrasse vorgegangen.

Nein, und das sagen wir vorab. Wir sehen, was optisch sichtbar ist. Eine offene oder verschobene Muffe, ein Spalt, ein Riss, eindringendes Wasser oder Bodenmaterial sind zuverlässig erkennbar. Ein Haarriss in der Rohrwand, eine Undichtigkeit hinter der Dichtung oder eine Stelle, die unter stehendem Wasser liegt, kann eine Kamera dagegen nicht sicher zeigen. In solchen Fällen grenzen wir mit dem Bild den Bereich ein, statt ihn zu beweisen — die abschließende Bewertung bleibt bei Ihrer Prüfstelle.

Ja. Stehendes Wasser und eingeschwemmtes Sediment gehören selbst zu den Befunden, die wir dokumentieren, und wir haben sie zuletzt genau so vorgefunden. Wasser allein ist kein Hindernis: Die Kamera arbeitet auch unter Wasser, und solange das Wasser klar ist, sehen wir die Rohrwand darunter. Die Grenze ist die Sicht, nicht die Nässe — trübes Wasser oder aufgewühltes Sediment verdecken den Bereich. Ist die Leitung vorher gereinigt oder gemolcht worden, wird das Ergebnis deutlich aussagekräftiger. Ob sich eine Befahrung im vorliegenden Zustand lohnt, klären wir vorab am Telefon.

Nein — ROHRBLICK ist ein optisches Verfahren. Es dokumentiert die sichtbare Innenfläche (Schweißnähte, Risse, Riefen, Verformung, Ablagerungen, Fremdkörper, Wassereintritt). Wandstärken- oder Metallverlust-Messung ist Sache von ILI-/Molch-Messverfahren — ROHRBLICK liefert die visuelle Ebene, die diesen Verfahren fehlt.

Nein. Kalibermolch und Druckprüfung bleiben für Querschnitt und Dichtheit zuständig. ROHRBLICK zeigt Ihnen, wie es im Rohr tatsächlich aussieht, und verortet die Stelle.

Die Leitung sollte außer Betrieb, befahrbar und im Wesentlichen frei von stehendem Wasser und losem Material sein, mit Zugang an den Rohrenden. Ist gemolcht/gereinigt worden, ist das ideal — die Machbarkeit (inkl. Bögen) stimmen wir vorab ab.

Das hängt vom System ab. Aus einer ARGUS-Befahrung bekommen Sie das entrollte 360°-Band je Rohr als durchgehendes, vor- und zurückspulbares Video mit Positionsbezug — der flächige Nachweis über die ganze Länge. Aus einer Befahrung mit der Windenkamera bekommen Sie die Aufnahmen der Fahrt samt der gezielten Schwenkaufnahmen je Fundstelle und eine Befundliste mit Positionsangabe. Was für Ihren Fall sinnvoll ist, klären wir vorab.

Ja. Unser Windenkamera-System überträgt das Bild live — Befunde lassen sich direkt vor Ort mit Ihrer Bauleitung bewerten. Das prüffähige 360°-Dossier folgt nach der Auswertung.

Die reine Befahrung läuft mit rund 30 cm/s, also etwa einem Kilometer pro Stunde — ein 1.300-m-Rohr in rund 72 Minuten. Dazu kommen Auf- und Abbau je Rohr; mehrere Rohre pro Tag sind realistisch. Das fertig gestitchte 360°-Dossier lag zuletzt jeweils innerhalb von 48 Stunden beim Auftraggeber.

Kalibrierung und Druckprüfung nach der in Ihrem Leistungsverzeichnis vereinbarten Prüfvorschrift bleiben Sache der etablierten Verfahren. Unsere Aufnahmen ergänzen sie um den lückenlosen Sicht-Nachweis, den eine Abnahmedokumentation neben dem Kalibrier- und Druckprotokoll üblicherweise verlangt. Format und Aufbau der Übergabe stimmen wir auf Ihren Abnahmeprozess ab.

Sie schildern uns Leitungstyp, Trasse, Rohranzahl, Durchmesser und Termin. Wir prüfen die Machbarkeit und schicken ein konkretes Angebot — bei Bedarf mit einem Probe-Rohr als Einstieg.

Anfrage

Ihre Leitung, geprüft und dokumentiert — bevor es teuer wird.

Schildern Sie uns die Trasse. Wir melden uns mit Machbarkeit und Angebot — meist innerhalb eines Werktags.

info@hexbee.de +49 176 76649577
Oldenburg · Einsatz bundesweit

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Leitung prüfen lassen